Die drittgrößte Geschichte der Welt




gemäß



La Grande Histoire Illustrée




Die Jungfrau von Orléans

1412 - 1431


Ein Zeit- und Lebensbild






Sie kennen den Stern "Jeanne d`Arc" schon?

Dieses Essay hier, das in aller Kürze die Geschichte der Hl. Jeanne d`Arc wahrheitsgetreu wiedergibt, ist dazu die natürliche und notwendige Ergänzung; die in jenem Stern schon und hiermit wiederum empfohlenen Bücher führen natürlich viel tiefer und weiter!
Dieses Essay kann aber uneingeschränkt sehr empfohlen werden, wenn hier auch nicht das bezeugte Wunder, das Jeanne auf ihrem von oben befohlenen, wahrlichen Kreuzzuge wirkte, erwähnt wird:
Ihre Gebete (und die, der um sie versammelten) erweckten ein kleines totes Kind wieder zum Leben, um es taufen zu können.

Auch unter den Heiligen ist Jeanne eine einzigartige Gestalt; ihre Aussagen (die nicht von ihr stammen), sollten allen (!) zu denken geben, ihr Schicksal, das so viele Parallelen mit dem Mann aus Nazareth aufweist, ebenso!

Sie oberflächlich zu instrumentalisieren (z. B.(!) primitiv als kämpferische "Emanze") oder in hochmütig-umnebeltem, "wissenschaftlichem" Gebaren als psychisch-physisch abnormal darzustellen ist ebenso verwerflich und kleinlich verfehlt bis gotteslästernd, wie sie zu ignorieren und zeugt überdies von schlichter Unwissenheit, ja blendet sogar hochmütig den Eingriff Gottes aus. Ihre religiöse Rolle für den christlichen, katholischen Glauben ist am wichtigsten, von dort wurde ihr Auftrag übermittelt und von dort kam auch die entscheidende Unterstützung für sie!
Bei allen Diskussionen um sie sollten immer ihre wahren, überlieferten Aussagen gesehen werden, um eine klare Einschätzung zu irgendwelchen Meinungen und zu wirren Spekulationen zu erhalten. Einige (nur einige!) ihrer Kernaussagen sind auf der Seite "Jeanne d`Arc" aufgeführt - ausführlicher in "Mystik der Jeanne d`Arc" - und zeigen, wie abwegig fast alle Diskussionen sind.


Die Kirche sollte sie mehr als die ihre herausstellen (wie Papst Leo XIII.: "Ioanna nostra est"). Gerade ihre Geschichte gibt Lehrbeispiele über falsche Glaubensvertreter auch in der Politik, die ihre Macht mißbrauchen.

Sie ist die Nationalheilige Frankreichs, aber ich könnte sie mir darüberhinaus auch als Schutzheilige der deutsch-französischen Freundschaft (vielleicht auch in ferner Zukunft die Europas) vorstellen.

Es war das einzige Mal, daß sich Gott direkt in die Weltgeschichte einmischte, damals, im längsten Krieg der Geschichte (der Hundertjährige Krieg dauerte 114 Jahre, von 1339 bis 1453 (oder 116 von 1337-1453?))!
Welch eine Offenbarung an Frankreich (aber auch an Europa und an die Welt)!



Jeder, der es wirklich (der Wahrheit gemäß!) kennt, liebt es, das Bauernmädchen aus Lothringen (dem damaligen unmittelbaren Grenzbereich - Grenzfluß Maas - Frankreichs und Deutschlands)!

Lesen Sie die drittgrößte Geschichte der Welt, hier wunderbar beschrieben!

Mit herzlichen Grüßen an die Association des Amis du Centre Jeanne d`Arc in Orléans (deren Mitglied ich bin).
Avec mes amitiés à l`Association des Amis du Centre Jeanne d`Arc (je suis membre de l`Association).
Die Adresse des Centre Jeanne d`Arc:
Centre Jeanne d`Arc
24, rue Jeanne d`Arc
45000 Orléans
France
e-mail: cja"ät"ville-orleans.fr
(Directrice du Centre: Mme Françoise Michaud-Fréjaville;
kleiner Tip: Wenn es geht, bitte in französisch anschreiben)



Quelle:
Maria Brogsitter, Studienassessorin
Dem Andenken meines Vaters und meiner
Schwester Irmgard - M. Immaculata - gewidmet!
Friburgi Helv. 13 Oct. 1932
Bilder vor allem aus den Heften der "Association des Amis du Centre Jeanne d`Arc"





pdf-Version:
Schwarzweiß-Druckversion;
nur Text, Schriftart "Papyrus"

Die Jungfrau von Orléans (92kB, 32 Seiten)

Die Wappen (vom Centre Jeanne d`Arc) dienen hier auch zur Navigation (anklickbar). Hier keine Direktverweise in die einzelnen Abschnittsseiten, nur serielle Navigation möglich; planloses Herumgeklicke wäre sinnlos!






"...souviens-toi que je vis en toi!"
("erinnere dich, daß ich in dir lebe!";
"remember that I live in you!"
"¡recuerde-te que yo vío en tí!"
"Помни, что я живу в тебе")
(Schluß aus dem absolut exzellenten "Chanson simple" von Patricia Kaas)


"...une fille doit payer la faute du monde entier"
("ein Mädchen muß die Schuld der ganzen Welt bezahlen";
"a girl has to pay the fault of the whole world";
"una chica debe pagar la falta del mundo entero";
"Одна девочка должна расплачиваться за ошибки целого мира")

(aus "La faute du monde entier", mit überragender Stimme gesungen von der unsterblichen Alexandra)







Lothringens Tochter hat nicht ihresgleichen




Jeannes Lebensgeschichte wird Ihnen immer wieder vorkommen wie ein Märchen, aber es ist bezeugte, reale Geschichte!




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Einleitung

500 Jahre sind seit dem Heimgange der Heldenjungfrau Jeanne d'Arc verflossen. Heute wie nie steht sie uns in überzeitlicher Verbundenheit so nahe. Ihr kurzes Leben war Kampf und Opfer, war Sieg durch Gott, Martyrium durch den Neid und den Wankelmut der Menschen. Heroisch hat sie es zu Ende geführt: ihr Tod war ewiges Zeugnis für die Wahrheit, für ihre Sendung von Gott - ihre Glorie ist immerwährendes Heiltum und mächtiger Schutz für gläubige Menschen, für christliche Völker. -

Tief ergreifend sind die historischen Quellen. Sie sind ursprünglich, sie sind kritisch, sie sind mannigfaltig, sie sind verbürgt:
Ursprünglich, da die Aussagen von ihr selbst und den Zeitgenossen stammen;
kritisch, da es Zeugnisse aus harten Prüfungsstunden sind;
mannifaltig, da ihre Träger aus Volk und Adel und der Geistlichkeit, Vertreter vieler Berufe sind;
verbürgt, da die Jungfrau selbst zum Zeugnis der Wahrheit das Leben hingab und die Makellosigkeit der Urteile standhielt vor lautern Gewissen der Ritenkongregation. -

Die folgende Schrift hält sich in allen Teilen getreu an die Quellen und eng an das Werk, das in umfassendster Weise auf diesen fußt, an die "Grande Histoire Illustrée" von Mgr. Henri Debout. Manche Stellen sind wörtlich zitiert, in freier Bearbeitung andere.




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Zeitbild

Aus den festbewehrten Städten des 15. Jahrhunderts ragen allerorts in Frankreich die hohen Türme gotischer Kirchen und weitläufiger Klosterbauten hervor. Wie abgeschlossene Inseln muten sie an, diese Städte mit Mauerkranz und Wachttürmen, mit Laufgräben und Zugbrücken. Starke, schöne Einheit des Stils! Aber noch viel wundersamer der Gedanke, daß ein Glaube die Herzen beseligt, und wenn der Angelus läutet, der Pilger den frommen Erlösungsgruß anhebt, der Ritter mit seinem Troß eine Weile das rauhe Waffenhandwerk vergißt und der Kaufmann mit seinem Warenzug einen Augenblick den reichen Nutzen aus dem Sinne läßt. Frommer Väterglaube, der das Land aus tiefster Not in letzter Stunde rettet! Schon dräuen Wetterwolken allüberall!

Traurige Kunde vom abendländischen Schisma dringt nach Frankreich herüber, die Türkengefahr steigt wiederum am Horizont christlicher Staaten Europas auf. Frankreichs Erde aber zerstampfen englische Truppen im Norden bis zur Loire, im Süden aufwärts, nimmer weit entfernt vom nämlichen Flußgebiet. Es ist der unselige Krieg, den der englische König Eduard III., durch seiner Mutter Geschlecht aus dem Hause der Capetinger Anwartschaft heischend auf den französischen Thron, eröffnet hat mit den furchtbaren Schlachten bei Sluys 1340 und Cressy 1346 und Poitiers 1356, den Heinrich V. nun fortsetzt mit dem Sieg zu Azincourt 1415 und besiegelt mit dem ungeheuerlichen Vertrag zu Troyes, der bestimmt, daß er die Tochter des französischen Königs heirate, für den kranken König Philipp VI. die Regentschaft führe und bei seinem Tode Frankreichs Herrscher werde. Königin Isabeau von Frankreich gibt eigenes Land und eigenen Erbfolger, den jungen Dauphin Karl verloren. - Mehr noch des Unglücks! Der mächtige Herrscher von Burgund droht im Osten das Vaterland zu zerreißen. Nichts will er mehr von Versöhnung wissen, seit aus dem Gefolge der Königlichen einer seinen Vater ermordete.

Was im großen sich abspielt, erlebt der Grenzwinkel Frankreichs: Lothringen, im kleinen. Geplänkel der Königstreuen, Armagnac und Burgund, kleinerer Fürsten. Im Bereich des Dörfchens Domremy an der Maas tragen selbst die Kinderkriegsspiele blutige Ausgänge davon. So sind die kleinen Köpfchen erhitzt durch eigenes Schauen, durch das Tagesgespräch der Eltern. Was aber geht vor am 6. Januar 1412? Eine unerklärliche Heiterkeit ergreift die Bewohner des Dörfchens, die Hähne fangen zu ungewohnter Stunde an zu krähen. Erst spätere Zeiten haben es enthüllt.

An diesem Tage, dem Feste der Erscheinung des Herrn, wurde in einem Hause im Schatten des Heiligtums von Domremy ein Mägdlein geboren, von Gott auserwählt, die Retterin Frankreichs zu werden.


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