CD-Projekt:

Gloria! - das Lied zur größeren Ehre Gottes


".....ich glaube an die heilige katholische und apostolische Kirche....."
aus dem einheitlichen Text des "Credo"         


Zur Technikübersicht und zu sonstigen Hintergründen siehe Tonträgerprojekte



Natürlich sollte in dieser Auswahl nicht nur eine Ansammlung von Messchören der großen Komponisten Einzug finden, obwohl selbstverständlich auch dbgl. einiges berücksichtigt wurde. In meiner Auswahl war mit entscheidend das Mitreißende, Begeisternde, auch Melodiöse einer Komposition, die natürlich entsprechend interpretiert werden musste. Möglichst schnell dahergehudelte Gesangstechnikdemonstrationen interessieren hier nicht!
Wichtig auch eine geordnete Vielfalt an Musikrichtungen, angefangen mit einem gregorianischen Choral aus dem 10. Jhdt. über einen Gesang aus Taizé bis hin zu Verdi.
Jede einzelne CD der 3er-CD könnte auch alleine mit Begeisterung (nicht nur zur kompositorischen Leistung) abgehört werden, wobei selbstredend eine gewisse Steigerung zum Ende hin ihren Reiz voll ausspielen darf; in CD 1 wurde aber z. B. durch einen frühen Einsatz Haydns von dieser nicht strengen Regel gewissermaßen überraschungsfördernd abgewichen.

Auch hier gibt es keine "Füller" und nur sehr wenige Solopartien (die sonst oft schnell ermüdend wirken können), der Schwerpunkt liegt auf Chormusik. Doch lesen Sie selbst die kurzen Beschreibungen der einzelnen Titel dieser 3-fachen Traum-CD!

Zur Wiederholung:
Hier sollen wieder Titel Einzug finden, die, kurz und einfach gesagt, Eindruck hinterlassen, und zwar in jeder Hinsicht (Melodie, Interpretation ("I"), Klangqualität ("K").....). Natürlich werden die Eindrücke hier durch die Größe der Kompositionen gewaltig gesteigert!

Die Titel(-quellen-)liste, die jeder 3fach-CD beiliegt, erhalten Sie unter Musiktitel(-quellenangaben).
Wenige Knacker, die beim Alter und Gebrauch einiger Schallplatten, die nicht aus klanglichen Motiven gemacht und behandelt wurden, nahezu unvermeidlich sind, wurden nicht digital eliminiert!
Zum Titelbild der CD`s, das natürlich jede CD von außen ziert; die Rosette von Notre Dame, Paris, passt optimal!
Die Rückseite des Titelbildes der CD`s, auf der Rückseite der 4fach-CD-Hülle ein"gebaut". Auch dieses Motiv vom Straßburger Münster unterstreicht den Anspruch dieser Musik.
Für diese 3fach-CD wurde also eine 4fach-CD-Hülle ("Jewelcase") verwendet.

Kurze Hörproben wurden hier nicht erstellt, weil sie dieser Musik nicht gerecht sein könnten.
Folgende Titel wurden berücksichtigt (Interpretation=I; Klangqualität=K; Schulnotensystem 1-6):

CD 1 v. 3

1) Agnus dei und „Pascha nostrum“; Gregorianischer Choral; Kloster Beuron 10. Jhdt.;
Diese Monoaufnahme von 1953 im Kloster zeigt die ganze Schönheit und Tiefe des Gregorianischen Chorals; optimal passende Stimmen und nicht zu kleine(!) Chorgröße; einfach Klasse! Das Faszinierende dieser Aufnahme wird heute i. a. kaum erreicht;
sehr natürlicher und auch differenzierter Aufnahmeklang mit eindrücklicher Darstellung der Raumakustik trotz Mono! Sowas war damals also möglich!
I1; K2,25

2) Intonatio aus der Marienvesper 1610; C. Monteverdi
Hier als kleines Übergangsstück gedacht; reizvolle, historische Instrumentierung;
sehr fein differenzierter Klang!
I1; K1,5

3) a) „Und Gott dah jedes Ding“ und "Vollendet ist das große Werk“
4) b) „Singt dem Herren alle Stimmen!“ und „Gesegnet sei des Herren Macht!“ aus
"Die Schöpfung"; J. Haydn

Und gleich die ersten Traumchöre! Haydns "Schöpfung" bricht jedes Eis; ein erster musikalischer Hochpunkt hier!
etwas flacher, minimal verhangener, leicht mittenbetonter Klang, der aber dennoch nie nervt;
I1; K2,5;

5) „Dominum virtutum nobiscum“ aus den Motetten; J. P. Rameau
Reizvolle Stimmen, sehr vitale, ja schon leicht "swingende" Frühbarockmusik mit toller Vielseitigkeit;
eine der bestklingenden Aufnahmen hier; elastisch, differenziert; natürlich, wenig tiefe Frequenzen;
I1; K1,5

6) Agnus dei; „Dona nobis pacem“ aus der "Paukenmesse"; J. Haydn
Die nächsten Traumchöre von Haydn;
wunderbarer, ausgeglichener, natürlich warmer und doch präziser Klang; minimal "flach";
I1; K1,75

7) „Ewiges Gedenken“; „Vater unser“; „Vor Deinem Kreuz“ aus der Missa Mystica (Russisch orthodox)
Wenn Sie diese 3 Titel gehört haben, wissen Sie, warum sie hier nicht fehlen dürfen; eine wahre Bereicherung! Das "Vater unser" ist ein - leider viel zu kurzes - Traumstück (das man laut hören kann);
stellenweise etwas zu direkter, aber sonst sehr guter Klang; extrem dynamisch!
I1; K1,5

8) Little Entrance; „Blessed be the Name“; „Glory“ aus der Liturgie des hl. Johannes Chrysostomus; S. Rachmaninoff
Wie unter 7), zeigt aber noch weitere bzw. etwas andere Facetten der Ostliturgiemusik;
Klanglich - im Ggstz. zu 7) - etwas distanziert, sozusagen wie aus der Ferne, aber dennoch sehr ausgeglichen und dynamisch;
I1; K1,75

9) Schlusspsalm mit Chor der Cherubim aus "Prolog zu Mefistofele"; A. Boito
Großer Chor, gigantische Instrumentierung und tolle Musik, die nicht sehr bekannt ist; man erkennt, dass Boito bei Verdi in die Schule ging; ein wahrlich würdiger Abschlusstitel der ersten CD!
Wir betreten mit dieser Aufnahme HighEnd-Terrain (und das mit einer LP!);
I1; K1

CD 2 v. 3

1) a) „Favus distillans Ursula virgo“
2) b) „Primus parens hominum“
3) c) „Alleluia – O virga mediatrix“ aus "hortus deliciarum"; Hildegard von Bingen
Hildegard war meiner Meinung nach auch die erste große Komponistin der Musikgeschichte; sie übertrifft in ihrer Vielseitigkeit und Begnadigung weit alle anderen "Genies" dieser Welt (so ungeheuerlich dies klingt: Dies kann man leicht begründen und musste an dieser Stelle mal festgestellt werden); wunderbare Musik mit hier optimalem Stimmenklang, die weit über den Tonumfang des Gregorianischen Chorals hinausgeht;
differenziert, sehr feindynamisch, natürlich, wunderbar räumlich; kleinste Fehler in der Aufnahmetechnik führen zur minimalen Abstufung; der Pegel für diese Aufnahme wurde von mir etwas angehoben; I1; K1,5

4) Confetibor terzo alla francese; C. Monteverdi
Interessanter, äußerst musikalischer Chorliedtitel mit attraktiver Harmonie und reizvollem Chorklang; die Solistin und die Instrumentierung runden diesen Eindruck perfekt ab!
ATR war bekannt für klangliche Höchstleistungen (wie z. B. "Cantate Domino"), was man hier schön nachvollziehen kann trotz der minimalen Lauf- und Oberflächengeräusche der LP; sehr "feiner", präziser und elastischer Klang mit überragender(!) natürlicher Weichheit!
I1; K1,25

5) a) „Linguis favete“ aus "ostro picta"
6) b) „Gloria in excelsis Deo“
7) c) „Quoniam tu solus Sanctus“; „Cum Sancto Spiritu“ aus dem "Gloria"; A. Vivaldi
Das Sopransolo und die Chormusik Vivaldis zeigen die eleganteste, vitale Attraktivität der frühbarocken Titel; hinreißend, begeisternd! Ein Vorführtitel!
Sehr natürlicher, sauberer, räumlicher Klang, nie aufdringlich, aber auch nie weichzeichnend;
I1; K1,5;

8) Gloria aus der "Krönungsmesse"; W. A. Mozart
Mitreißende Komposition, entsprechend gesungen;
klanglich hervorragend, minimal "knallig" aber auch breitbandig und wuchtig;
I1; K1,25

9) Gloria in excelsis deo
10)Credo in unum deum
11)Sanctus aus der "Großen Messe" c-moll; W. A. Mozart
Einer der absoluten Hochpunkte hier! Meine Auswahl fiel auf diese Chöre; Klasse!
Keine Spitzenaufnahme, aber gut anhörbar; nie aufdringlich aber dennoch nie weichzeichnend; etwas mittenlastig, minimal verhangen, wenig brilliant;
I1; K2,5

12) Ouvertüre und 1. Chor
13) 2. Chor
14) Schlusschor aus dem "Te Deum"; M. A. Charpentier
Attraktivste Barockmusik mit dem richtigen "swing" - der Glanz der Eurovisionsmelodie! Melodie, Rhythmus, Pauken, Blechbläser und Solisten zaubern ein prachtvoll-mitreißend-begeisterndes Klassestück; der richtige, glanzvolle Schlusspunkt der 2. CD! Eine Superaufnahme!
Sehr guter Klang; "rund", breitbandig, differenziert, natürlich, räumlich, elastisch, minimal kühl;
I1; K1,25

CD 3 v. 3

1) Alleluia 11 aus Taizé
Der etwas andere und besondere Einstieg in die 3. CD; eine Bereicherung, keine große Kunst aber melodiös, eine sehr reizvolle Variante;
Solisten gut aufgenommen, der Chor etwas schmalbandig im Hintergrund versammelt; dennoch gut anhörbar;
I2; K2,75

2) „Et ressurexit“ aus der Messe h-moll; J. S. Bach
Interessant, wie schwer sich dieser Titel - meiner Meinung nach bester aus der o. g. Messe - in diesem Umfeld tut! Kann sich nur behaupten, weil die Komposition die Aussage gut unterstützt;
gut anhörbar, klanglich keine großen Glanzpunkte, aber rel. ausgeglichen;
I1; K2,25

3) a) „And the glory“
4) b) „For unto us“
5) c) „All we like sheep“
6) d) „Lift up your heads“
7) e) „The Lord gave the word“
8) f) „Halleluia“
9) g) „Worthy is the lamb“ und „Amen“ aus dem "Messias"; G. F. Händel
Eine Superaufnahme aus Mitte der 70er! In jeder Hinsicht grandios, man spürt die Spielfreude! Suchtgefahr!
Die alte Quadroaufnahme hält auch klangtechnisch das vorgenannte Niveau; natürlich-warm und dennoch präzise, fein, breitbandig, ausgeglichen, elastisch, "erdig" und dennoch luftig; räumlich, auch ohne Quadro! Wird nur von den Allerbesten hier übertroffen!
I1; K1,25

10) „Alleluia“ aus "Exsultate, jubilate"; W. A. Mozart
Wiederum ein Super-Sopransolo als Übergangstitel; begeisternd!
Klanglich wie die Nr. 8 von CD 2, aber weniger "knallig", was natürlich am Programmaterial liegt; deswegen minimal höher einzuschätzen;
I1; K1,25

11) Gloria in excelsis Deo aus der "missa solemnis"; L. v. Beethoven
Diese "Jahrhundertaufnahme" wurde wegen der Glanzchorleistung der ebenfalls vorliegenden, zeitgenössischen Karajan-Aufnahme mit den Traumsolisten vorgezogen; wenn Sie sich bei dieser Kunstleistung sprachlos wiederfinden, wäre das völlig normal! Absolut phantastisch, im besten Sinne ein echter beethovenscher "Feger"!
Die klanglich restaurierte Aufnahme von 1965 ist wirklich ein großer Wurf; wuchtig, sehr dynamisch und dennoch ausgeglichen, natürlich-differenziert; sehr breitbandig; minimal kühl (z. B. Solisten), ganz minimal rauh (Blechbläser);
I1(+); K1,5;

12) Te Deum; G. Verdi
Für das große Finale hier ist kein anderer Titel besser geeignet als dieser! In jeder Hinsicht! Hören Sie sich nicht nur diese überirdischen Schlusstakte an!
Amen!
Absolutes Highend auf LP (wie schon die Nr. 9 aus CD 1); extrem (fein-)dynamisch, perfekt differenziert und aufgelöst, natürlich warm-samtig und dennoch unübertroffen breitbandig, seidig und fein-luftig, wunderbar räumlich, die reine Sucht! Eine Aufnahmetechnik, die das extrem seltene Kunststück fertigbringt, klangliche Gegensatzpaare zusammenzufügen; und das 1979! Bei meiner Aufnahmesitzung musste der Pegel abgesenkt werden: Extreme Programmdynamik!
I1; K1


Zum Schluss:
Zur Klangqualität:
Die beiden Titel Nr. 9/CD1 und Nr. 12/CD3 sind eindeutig die Klangreferenzen! Telarc zeigt wieder mal allen, wie man Topklang macht; natürlich mit wenigen, absolut legendären Mikrofonen von Schöps und der Aufnahmemaschinerie von Soundstream! Und das 1979!!! Aber den Telarcaufwand (Optimierung bis zu den Bauelementen) macht heute keiner mehr!
Dies sind echte Vorführtitel, auch künstlerisch-kompositorisch. Dies merkte man schon mit der damaligen "HaiFai-Anlage" sehr schön(!), als ich diese Platten kaufte. Ich gebe zu, dass ich die Telarcs damals nach dem Erscheinungsbild der Rillen kaufte (jaja, das geht!), wobei ich mich im Kaufladen immer wieder umschaute, ob mich dabei einer argwöhnisch beobachtet!!!
Heutzutage ist dadurch reichliche "Erntezeit"! Klangträume, klar besser als die - äußerst erstaunlichen! - Highendknaller der 50er und 60er und was sonst noch so hochgelobt wird/wurde!
Direkt analog abgehört über die Dual-Kiseki-Legende noch einen Tick in jeder Hinsicht extremer! Unglaublich! Im Banne von High-End!
Die besten CD`s hier reichen klanglich klar nicht an diese LP´s heran.

Zur Musik und Interpretation:
Dies sind Traumtitel, die man zusammen an einem Tag geistig nicht bewältigen kann. Sie werden in diesen Tonträgerprojekten wohl nicht mehr erreicht werden.




Titelbild der CD





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