CD-Projekt:

paint the sky with stars -
ein Lied von Schönheit, Eintracht und Frieden


".....die Eintracht bereitet in den Menschenseelen eine größere Helligkeit, als der vom gebrechlichen Leib beschwerte Geist zu erfassen vermag.....Denn ein Lied in Einmütigkeit und Eintracht verdoppelt den Ruhm und das Ansehen der Himmelsbürger; es trägt nämlich empor, was das Wort offen verkündet."
aus Gottes Offenbarungen an Hildegard v. Bingen         


Zur Technikübersicht und zu sonstigen Hintergründen siehe Tonträgerprojekte



Wie kommt man auf die Idee, eine CD zu o. g. Hintergrund - der gerade auch in heutiger Zeit in der Welt so wichtig ist - zu machen?

Testen Sie mal die heute gängige Musik in den Medien, auch in der Werbung: Es muss zischen, rummsen und melodielos bis aggressiv dahergeleiert werden (von "gesungenen" Langweilern sprechen wir hier gar nicht). Technisch ausgedrückt: Die Frequenzenden werden überbetont, damit sich jeder Billigbrüllwürfel irgendwie in Szene setzen kann! Melodie: Fehlanzeige.
In der gehobenen Szene wird noch irgendein x-kanaliges Monstrum in den Markt gedrückt, um die Menschheit mit computerisierten Fantasiefilmknallern zuzuschütten, weil die Masse erst dann diese "geil" finden kann.

Mit andern Worten: Das Medium ist die Botschaft, weniger der Inhalt!

Hier soll meist ruhige, melodiöse Musik in die CD einfließen, ohne ins substanzlose, sphärisch-entrückte New-Age-Geblubber und -Gezupfe abzugleiten. Aber auch hohe, dynamische Schallpegel müssen - sparsam gesetzt - das Ganze lebendig halten!
Es sollte gezeigt werden, dass dies mit der unterschiedlichsten Instrumentierung ein traumhaft vielfältiges Musikereignis werden kann:
Elektronische, natürliche und Naturinstrumente auf einer CD, dazu noch hinreißende Melodien, also eine außerordentliche Bandbreite der Musik.

Unsere Schallplatten- und CD-Bestände versprachen da einiges.....

Zur Wiederholung:
Hier sollen wieder Titel Einzug finden, die, kurz und einfach gesagt, Eindruck hinterlassen, und zwar in jeder Hinsicht (Melodie, Interpretation ("I"), Klangqualität ("K").....). Natürlich werden die Eindrücke hier durch die Vielfalt der Kompositionen und Klänge außerordentlich gesteigert!

Die Titel(-quellen-)liste, die jeder 2fach-CD beiliegt, erhalten Sie unter Musiktitel(-quellenangaben).
Sehr wenige Knisterer, die beim Alter und Gebrauch bzw. schon in der Produktion einiger Schallplatten nahezu unvermeidlich sind, wurden nicht digital eliminiert!
Zum Titelbild der CD`s, das natürlich jede CD von außen ziert: Sagenhafte Abendstimmung im Herbst auf dem Kandel/Schwarzwald mit Blick nach Südwesten ins nebelbedeckte Rheintal.
Die Rückseite des Titelbildes der CD`s: Eintracht von eisigem Rauhreif und wärmenden Sonnenstrahlen im Bregtal im Schwarzwald.

Kurze Hörproben wurden hier nicht erstellt, weil sie dem sagenhaften, auch filigranen Zauber dieser Klänge meist nicht einmal annähernd gerecht sein könnten (v. a. Harfe, Alphorn, Streicher, Cembalo, Jagdhorn!)!
Folgende Titel wurden berücksichtigt (Interpretation=I; Klangqualität=K; Schulnotensystem 1-6):

CD 1 v. 2

1) Orchester/Streicher: Mittelstück aus „Jupiter“; G. Holst
Eine wenig bekannte Melodie aus "Die Planeten" soll hier quasi als Ouvertüre dienen. Wenn man diese Streichermelodie gehört hat, fragt man sich spontan: Warum nur ist diese Melodie so unbekannt?
Eine Telarc-Aufnahme kurz nach der meiner Meinung nach großen Telarc-Aufnahmezeit; schöner, etwas "glatter"/distanzierter Streicherklang, aber sehr natürlich;
I1; K1,75

2) Elektronische Musik: „How Can I Keep From Singing“; enya
Die elektronische Musik enyas hat Substanz und Melodie; hier zeigt sie ihr großes kompositorisches Können in einem dennoch schlichten Titel; die bezaubernde Schönheit der Musik enyas hat hier ihre passende Einführung durch einen enya-Klassiker.
Wie in der Popmusik unvermeidlich (?) werden vor allem die Stimmen-Zischlaute etwas hervorgehoben; hier allerdings sehr gut verträglich und weniger markant als in den späteren Aufnahmen enyas! Differenzierte Stimmenaufnahme
I1; K1,5

3) „The Longships"; enya
Dieser Titel - nicht das poppige "Orinoco Flow" - aus dieser enya-CD kam in diese Auswahl; eine ungewöhnliche aber sehr reizvolle Komposition!
die klanglich "weichste" enya-CD, mit dem tiefsten Bass, den die enya-Musik hier aufbietet; sehr angenehmer Klang
I1; K1,5;

4) Mittelstück aus „pax deorum“ und „China Roses“; enya
Der elegische, schwebende Mittelteil und einer der besten enyatitel passen sehr gut zusammen für eine musikalische Traumreise;
die Titelquelle ist die klanglich ausgeglichenste enya-CD; nicht "soundig"; sehr differenziert, aufgelöst, etwas "kehliger", "technischer" und dennoch angenehmer Stimmenklang
I1; K1,5

5) „Tea House Moon“; enya
Der rein "instrumentale" Titel begeistert immer wieder durch seine einfache und dennoch phantasievolle Komposition; sehr reizvolle Klangbeispiele, auch in der räumlichen Verteilung;
sehr ausgeglichen, sehr differenziert, feindynamisch, präzise, filigran und dennoch nicht spitz; klasse!
I1; K1,25

6) „Last Time by Moonlight“; enya
Eine weitere enya-Schönheit;
bei dieser CD-Quelle fuhr enya - immer noch mit Abstand - in Richtung des klanglich Spitz-Soundigen; etwas kehliger, spitzer Stimmenklang (Zischlaute), aber sehr feindynamisch; gut hörbar, sehr klar und differenziert, dennoch angenehm homogen;
I1; K1,5

7) „The Spirit of Christmas Past“; enya
Wie unter 6);
Klanglich ebenso;
I1; K1,5

8) „one by one“; enya
Hier stimmt alles perfekt: Phantasie, Melodie, ruhiger "Swing", Schönheit! Einer der besten enya-Titel;
klanglich "saftig", dennoch ausgeglichen, nicht zu spitz; runder Bass, angenehm, differenziert
I1; K1,25

9) „may it be“; enya
Die Filmmusik als Erzählstück im Gegensatz zum Poppig-swingenden; ein absolutes Traumstück, auch ohne irgendwelche Phantasiebilder dazu!
Klanglich sehr ausgeglichen
I1; K1,25

10) „stars and midnight blue“; enya
Wie unter 6); besonders zu erwähnen ist der Mittelteil, der schon beseligend schöne Klänge ausstrahlt!
Klanglich ebenso wie unter 6)
I1; K1,5

11) „Paint the Sky with Stars“; enya
Das Stück, das den adäquaten Titel für diese CD gab;
Klanglich sehr ausgeglichen
I1; K1,25

12) Ouvertüre zu „Wilhelm Tell“, „Kuhreigen“ (Mittelstück); G. Rossini
Ein sanfter Übergang von der elektronischen zur natürlichen Instrumentierung; das Mittelstück der Ouvertüre wäre die optimale Hintergrundmusik zum Blick über den Vierwaldstätter See;
eine typische Telarc: Natürlich rund, duftig, differenziert; es fehlt nur die realistische Größenabbildung der Instrumente - tlw. etwas zu groß - für die beste Telarc-Klasse
I1; K1,25

13) Ouvertüre zu „Russlan und Ludmilla“; M. Glinka
Ein extrem temperamentvoller Beginn: Die Streicher sind geordnetes Schneegestöber, eine schöne Melodie darf auch nicht fehlen; keine der überzogenen Geschwindigkeitsrekordaufnahmen und auch deswegen in dieser Auswahl; sehr schöne Aufnahme!
Hier ist sie, die alte Telarc-Klasse! In jeder Hinsicht ein Erlebnis, es werden wieder mal klangliche Gegensätze vereint! Sehr natürlich! Auch bzgl. der Laufgeräusche der LP echte Sonderklasse! Die klangliche Klasse des LP-Originals wird dennoch nicht erreicht
I1; K1

14) Mittelstück aus „Capriccio Italien“; ; P. I. Tschaikowski
Ruhige, schöne Melodien und dynamische Ausbrüche; ein würdiger Abschluss der ersten CD;
einer der großen Telarc-Klassiker! Mit der "1812" auf der anderen LP-Seite begann damals der Telarc-Ruf! Rasante, runde Dynamik; bei meiner Aufnahme musste der Pegel stark abgesenkt werden! Die LP wurde für die Aufnahme der CD vorgezogen
I1; K1

CD 2 v. 2

1) a) Harfe:: „Song in the Night“; Salzedo
2) b) „Llanos“; Ortiz
3) c) „Greensleeves“+“Irish Gigue“: arr. S. McDonald
Bei diesen Aufnahmen wird man zum Harfe-Fan; faszinierende Kabinettstückchen wechseln sich ab mit großen Harfeeindrücken!
unglaublich differenziert, extrem feindynamisch, natürlich weich, duftig-fein, elastisch; DMS-Delos-Aufnahmen waren die Konkurrenz zu Telarc bei kleinen Ensembles; statt Schöps-Mikrofonen wurden solche von Brüel&Kjaer eingesetzt, beide arbeiteten mit den exzellenten Soundstream-Maschinen; nicht einmal die minimalen Laufgeräusche können diese Aufnahmen abstufen! Dennoch: Auch hier wird das LP-Original nicht ganz erreicht!
I1; K1

4) Streicher: Serenade aus dem Streichquartett F-dur; J. Haydn
Diese Melodien kennt fast jeder! Einer der Hochpunkte hier, einfach wunderschöne, ruhig-swingende Musik;
die alte 60er-Jahreaufnahme klingt erstaunlich gut mit einem exzellenten (gezupften) Bass (rechter Kanal), der optimal mit den Streichern links kontrastiert; leichte Laufgeräusche gehen vor Begeisterung fast unter!
I1; K1,75

5) a) Cembalo: : Aus der „Suite V en Fa majeur“: „Passepied“
6) b) Aus der „Suite III en la mineur“: Menuet; G. le Roux
Swingende Cembalomusik aus dem Barock, dazu noch mit 2 Cembali gleichzeitig! Ein absolut faszinierender, heute kaum mehr bekannter Instrumentenklang!
Natürlich, sehr differenziert, feindynamisch, breitbandig; den kleinen Unterschied zum direkten Klang von der Schallplatte - also ohne den Umweg der CD - kann man hier am besten feststellen: es fehlt minimal natürliche Weichheit, Feinheit und Duftigkeit;
I1; K1,25;

7) Trompete/Orchester: : „Trumpet Concerto in E flat Major“; J. Haydn
Das berühmte Trompetenkonzert von Haydn; natürlich alles exzellent und musikalisch gespielt;
die beste Delos-Aufnahme, die ich kenne und gleichzeitig eine der allerbesten überhaupt! traumhafter Streicher- und Trompetenklang!
I1; K1

8) Streicher: : „Irish Tune from County Derry“; P. Grainger
Eine der wunderschönsten Melodien hier; die Streicheraufnahme!
Ein Telarc-Klassiker! Kennen Sie schönere und natürlichere Streicher?! Vielleicht die Nr.7?
I1; K1

9) Jagdhorn: : „Le Point du Jour“+“Sortie de Messe“
10) „Österreichische Jagdmusik“: Festfanfare für Franz Joseph I.+“Fürst Kinsky....“
Mitreißende, melodiöse Parforcehornmusik; der besondere Klang der Naturinstrumente!
Feindynamisch, natürlich weich, sehr breitbandig; extrem gute Räumlichkeit! Minimale Laufgeräusche;
I1; K1,25

11) Trompete und Orgel: Aus „Suite D-Dur“: „Rondeau“ und „Hornpipe“ und „Gigue“; J. Clarke
Die "Sahnestücke" aus dem bekannten, faszinierenden Titel; perfekt dargeboten, die klanglich schönste mir bekannte Orgel vom Villinger Münster inklusive! Die Trompete steht bei dieser Aufnahme leider ständig im Vordergrund; die kurze "Hornpipe" ohne Trompete wurde von mir im Pegel angehoben und ergibt so eine extrem begeisternde, mitreißende Komposition! Wann gibt´s eine reine Orgelaufnahme der Münsterorgel?! Welch eine Chance wäre das!
Klanglich erstaunlich gut, natürlich, etwas distanziert und gedeckt;
I1; K1,75

12) Alphorn: : „Us em Bärnbiet“;
13) b) „Geisenreihen“;
14) c) „Engelberger Echo“

Das große Naturinstrument schlechthin! Drei Alphörner und man sieht sich vor den schönsten Alpenkulissen (mir fällt dabei immer das Berner Oberland und das Wallis ein): Weiße Berge, goldene Lärchen und tiefblauer Himmel! Traumhaft!
Guter Klang, vielleicht etwas kompakt und wenig offen;
I1; K1,75

15) Orchester: „Intermezzo“; P. Mascagni
Diese alte Monoaufnahme von 1954 stahl allen anderen mir bekannten Vergleichsaufnahmen die Schau! Ein würdiger Abschluss dieser Doppel-CD mit diesem absoluten Traumtitel! Ich drücke es mal pathetisch aus: In diesem Titel weht der Geist der Callas (sie sang auf der Gesamtaufnahme damals mit);
drahtig-metallische, fast schrille Streicher, wenig breitbandig, dünn, gute Dynamik; wenig räumlich, kompakt; keine gutklingende Aufnahme und dennoch die Krönung dieser CD! Da sieht man, was hier im Vordergrund steht: Die Musik!
I1; K4,25

Zum Schluss:
Zur Klangqualität:
Die Referenzaufnahmen: CD 1: Titel 13 und 14;
CD 2: Titel 1, 2, 3, 7, 8; diese Titel haben das berühmte Quentchen mehr Klangqualität gegenüber den anderen, auch sehr guten Aufnahmen.

Zur Musik und Interpretation:
Die Auswahl ist sicher nicht alltäglich; dennoch stand auch hier natürlich die Musik im Vordergrund. Die enorme Vielfalt der unterschiedlichsten Klangeindrücke bzw. Instrumente ergeben ein extrem interessantes akustisches Erlebnis!




Titelbild der CD





zur großen, allgemeinen Themenübersicht "Wunderland bei Nacht"
Home - Startseite